„Wir nannten es Winter“

(Jena, 12.2.2018) „Was war noch gleich ein Festnetztelefon? – ein Ding mit Strippe, das es in lindgrün oder beige gab, teilweise verschönert durch Omas Häckel-Ummantelung.“ Heute, in einer Zeit rasanter Digitalisierung, erscheint es unvorstellbar, dass diese Erklärung vor 25 Jahren niemand benötigt hätte. Ist es wirklich eine Katastrophe, wenn draußen die Straßen verschneit sind oder schlichtweg „Winter“? Wolfgang Bosbach amüsiert seine Zuhörer, als er eigene Erinnerungen und Flashbacks jüngere Geschichte von Politik, Wirtschaft und Alltagsleben nutzt um sie mit gegenwärtigen Entwicklungen zu kontrastieren. Doch am gestrigen Abend geht es dem ehemaligen Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages um mehr als Unterhaltung. Als Ehrengast des CDU Neujahrsempfang in Jena spart er die kritischen Themen der aktuellen Politik, national wie international nicht aus. Er zeigt klare Kannte und fordert dies auch von den aktuellen Entscheidungsträgern. Er sei nicht unbequem, sondern lösungsorientiert. Bosbach positioniert sich mit tiefem Einblick in die Politik der vergangenen 40 Jahre zu einem geeinten und starken Europa und gleichzeitig zu einem handlungsfähigen und mutigeren Deutschland. Mut habe auch immer zu Jena gehört und die Kraft, Entwicklungen aufzugreifen und sich an deren Spitze zu stellen. Ein bisschen Stolz auf Erreichtes schade daher bei aller Kritikfreudigkeit der deutschen Mentalität nicht, so Bosbach. Der Rheinländer freute sich daher, dass das überreichte Jena Buch des Schützeverlages die Aspekte einer erfolgreichen Geschichte und einer innovativen Zukunft Jenas verbindet. „Er komme mit Sicherheit wieder und sei dann noch besser informiert“, scherzte Bosbach beim Gespräch mit der Autorin.

Foto: Fotoservice Friedel

Olympiasieger gewinnt zu Hause

(Jena, 12.6.2017) Am Donnerstag Rom, am Sonntag Jena. Thomas Röhler, Olympiasieger 2016 im Speerwerfen, dominierte vor heimischem Publikum die internationale Konkurrenz. Der sympathische Initiator des 2. Internationalen Speerwurf Meetings freute sich über den großen Zuspruch bei den Wettkämpfen. Vor 1200 Fans der Leichtathletik kämpften die Stars der Szene mit wechselnden Winden aber vor allem mit der durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogenen Anlaufbahn. Dennoch standen am Ende für Thomas 83,64 Meter auf der neuen Videowall. Damit verwies er den Dresdner Lars Hamann und den Schweden Kim Amb auf die Plätze. Auch bei den Frauen gelang es dem Team um Thomas Röhler eine hochkarätige Konkurrenz nach Jena zu locken. Die Olympiasiegerin von Rio, Sara Kolak aus Kroatien, stellte erneut ihre Dominanz unter Beweis. Sie gewann mit 62,52 Meter vor der Schwedin Anna Wessmann sowie der Polin Klaudia Marczewska. Damit die Athleten Jena gut in Erinnerung behalten, wurde Ihnen das Jena Buch vom Schützeverlag überreicht. Der Olympiasieg von Thomas Röhler und seine eindrucksvolle junge Karriere sind Teil des Sports in unserem Buch.

Netzwerken am Sommerabend

(Jena, 19.5.2017) Kennenlernen und Vernetzen – der Einladung des Bundesverband mittelständische Wirtschaft zur 19. Visitenkartenparty folgten am gestrigen Abend viele Vertreter der Wirtschaft aus Jena und dem Saale-Holzland. Interessante Gespräche und der Austausch mit langjährigen Kunden wie dem Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter zeichnen diesen Abend auch für den Schützeverlag als gelungene Netzwerk-Veranstaltung aus. Bezug zum diesjährigen Themenschwerpunkt „Elektromobilität“ hatte nicht nur das Autohaus Fischer als Veranstaltungsort, sondern auch die Preisträgerin zum „Unternehmer des Jahres“. Janet Schwettling, Geschäftsführerin des gleichnamigen Autohauses der Volkswagengruppe in Kahla, erhielt den Preis für ihr unternehmerisches und gesellschaftliches Engagement seit über 20 Jahren. Geehrt von der Laudatio durch den Vorjahressieger Joachim Ludwig, Colandis GmbH, nahm sie den Preis entgegen. Martin Schütze überreichte, bereits schon zur Tradition geworden, der Preisträgerin die neue Auflage des Jena-Bandes und freute sich mit der glücklichen Gewinnerin.

Foto: Karsten Seifert

Treibhausgase und Aerosole: Das Tauziehen ums Klima

(Jena, 6.4.2017) „Alles, was wir bisher zum Klimaschutz getan haben, läuft immer noch direkt auf das Katastrophenszenario zu.“, so die bittere Bilanz des renommierten Klimaforschers Prof. Dr. Dr. h.c. Meinrat O. Andreae am gestrigen Abend. „Das Tauziehen ums Klima“, Titel seines Vortrags im Rahmen der Noblen Gespräche, ist in Zeiten einer den Klimawandel negierenden US Administration und gewaltigen Migrationen von Klimaflüchtlingen von hoher Brisanz. Doch nicht Donald Trump und seine Fake News zu den anthropogenen Ursachen des Klimawandels standen im Fokus der Betrachtung. Der Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz zeigte primär die komplexen Verknüpfungen und Rückkopplungsprozesse zwischen den Global Playern der der anthropogenen Klimabeeinflussung – den Treibhausgasen und Aerosolen auf. Aerosolpartikel in der Atmosphäre, auch als Feinstaub bekannt, haben seit der Industrialisierung und exzessiver Landnutzung der Erderwärmung durch die Treibhausgase entgegen gewirkt. Da Aerosolpartikel als Kondensationskeime für Wolkenbildung dienen und somit auch erheblichen Einfluss auf die Strahlungseffekte in der Atmosphäre haben, ergibt sich in ihrer Wirkbilanz ein „kühlender Effekt“ für unseren Planeten. „In gewisser Weise haben sie wie ein Klimaschutz gewirkt und damit die wahre Größenordnung des Klimawandels verschleiert.“, so das Mitglied des Weltklimarates. Im Gegensatz zu den Treibhausgas-Emissionen waren jedoch die gesundheitsschädlichen Wirkungen der Aerosole in den chronischen Dunstschleiern der Städte für viele Bewohner direkt spürbar und führten zu einem Umdenken. Der Peak der 80ziger ist überschritten und im globalen Mittel ist eine Abnahme der Aerosolemissionen zu verzeichnen. Was unsere Lungen zunächst aufatmen lässt, hat signifikante Konsequenzen für die Erwärmung der Erdatmosphäre. Zudem wird die Aerosolverteilung weiter wichtigen Einfluss auf das regionale Klima insbesondere in bereits stark belasteten Gebieten haben, gerade in Bezug auf den Wasserkreislauf. Das Ende des „Klimaschutzes“ durch Aerosole in Kombination mit einer möglicherweise hohen Empfindlichkeit des Klimasystems verlangt eine sofortige aggressive Reduktion der CO2 Emissionen, in einer Größenordnung die bisher noch kein Papier eines Klimaabkommens gesehen hat, laut Prof. Andreae. Sein abschließender Appell richtete sich nicht nur an die Regierungen, sondern an die Verantwortlichkeit jedes einzelnen. Er habe keine Illusion, dass bei derartig widerstreitenden Zielen der einzelnen Verantwortlichen es zu einem schnellen, einheitlichen Handeln käme. Es sei denn, sie erhielten einen unmissverständlichen Auftrag von der Bevölkerung. Daher werde er auch nicht müde mit Hilfe von Vorträgen wie in Jena, ein Umdenken zu forcieren. Um den Wahl-Kalifornier erneut nach Jena zu locken, überreichte der Instituts Direktor des MPI für Chemische Ökologie, Herr Prof. Dr. Wilhelm Boland, das Jena Buch des Schützeverlages. Auch die Wissenschaftspreisträger Dr. Thomas Bocklitz und Dr. Dapeng Li freuten sich über Einblicke in Jenas Geschichte, Wirtschaft und Kultur.

Europa liegt in unserer Hand

(Jena, 4.3.2017) „Jetzt müssen wir für die europäische Idee, für den Erhalt unserer Grundwerte und des Friedens in der Welt kämpfen.“ Mit einem Appell, gespeist aus persönlichen Erinnerungen einer entbehrungsreichen Nachkriegszeit und langer politischer Erfahrung, rief Prof. Dr. Bernhard Vogel zum Einsatz für ein geeintes Europa auf. Der ehemalige Ministerpräsident Thüringens forderte mit seiner kritischen Analyse zur aktuellen Situation in Europa und weltpolitischen Entwicklung die Gäste des CDU Neujahrsempfangs auf, als selbstbewusste Europäer Verantwortung zu übernehmen. Gerade prosperierende Städte wie Jena mit ihrer wechselvollen Geschichte und ihrem wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potential müssten sich ihrer Vorbildfunktion auch weiterhin bewusst sein. Aufgrund seiner engen Verbindung freute sich der Ehrengast aus Speyer am Donnerstag über die neue Auflage des Jena Buches vom Schützeverlag. Jena ist wirklich eine Erfolgsgeschichte und es sei wichtig, dass diese in Wort und Bild nach außen getragen würde, freute sich Vogel beim Gespräch mit Autorin, Mandy Liebetrau und Verleger, Martin Schütze. Die zweite, aktualisierte Auflage erschien erst vor einem Monat und knüpft an den Erfolg der ersten Auflage an.

Foto: Yvonne Binder

Neuauflage erschienen

(Jena, 25.1.2017) Gestern war es soweit: Die Neuauflage „Jena – Geschichte, Wirtschaft, Kultur“ ist erschienen. Äußerlich wenig zur beliebten Erstveröffentlichung verändert, strahlt die 2. Auflage mit vielen neuen Bildern und aktuellen Beiträgen. Der Wissenschaftscampus am Beutenberg verändert und erweitert sich fortwährend. Er ist nun wieder aus der gegenwärtigen Perspektive umfangreich präsentiert. Zudem haben wir die großartigen Erfolge im Sport aufgegriffen und in Text und Bild neu dargestellt. Das Buch kann ab sofort auf dieser Seite online bestellt oder im Handel erworben werden.

Bildung im Fokus der Wirtschaft

(Jena, 24.5.2016) Als um 22.00 Uhr das Abschlussfeuerwerk den frühsommerlichen Nachhimmel über Jena erhellte, lag ein Abend interessanter Gespräche und kontroversen Austausches hinter den Vertretern aus Wirtschaft und Bildung. Sie waren am Dienstag der Einladung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft zur bereits traditionsreichen Visitenkartenparty gefolgt. Neben der Information über Innovationen und kreativen Produkten an den Messeständen wurde den Gästen erstmals eine Podiumsdiskussion geboten. Im Fokus stand die intensive Verbindung zwischen Bildung und Wirtschaft. Diesem brisanten Thema stellten sich Mike Mohring, Landesvorsitzender der CDU Thüringen, Vertreter des regionalen Mittelstandes sowie die Schuldirektoren Richard Brömel (Stoy-Schule) und Barbara Wrede (Lobdeburgschule). Nur eine gute Abstimmung zwischen beiden Bereichen sei eine fördernde Rahmenbedingung für die Entwicklung eines Landes – darin waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Über den Weg zu diesem Ziel wurde jedoch engagiert miteinander gefochten. Das Publikum spürte in dieser Talkrunde die Relevanz und Schärfe der Thematik. Neuralgische Punkte waren die Lehrersituation, die durch Alterung und fehlenden Einstellungen zu hohen Ausfallraten und chronischen Überlastung führt ebenso wie Praxisnähe der Schulbildung und Gewährleistung von Ausbildungsstandorten. Zum Schluss der intensiv geführten Auseinandersetzung erhielten die Teilnehmer als Dank ein Geschenk, dass sie Jena durch spannende Perspektiven neu entdecken lässt – den Text-/Bildband des Schützeverlages.

Mensch und Mikrobe

(Jena, 12.5.2016) Ebola, Dengue, Tuberkulose und jetzt Zika wenige Wochen vor den Olympischen Spielen in Brasilien – Meldungen über Ausbrüche häufen sich, verbreiten unter dem Signalwort „Seuche“ Angst vor Pandemien und sind trotz modernster medizinischer Forschung kaum kontrollierbar. In einer zunehmend globalisierten Welt mit rasanten Verstädterungsraten und gewaltigen Migrationsströmen sind Infektionskrankheiten eine Herausforderung für die gesamte Menschheit. Zur Macht der Krankheitserreger über das Individuum und ganze Gesellschaften inklusive ihrer Wirtschaftskraft sprach am Donnerstag im Abbe-Zentrum auf dem Beutenberg der renommierte Mikrobiologe Prof. Dr. Stefan Kaufmann. Als Direktor der Immunologie am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin beleuchtete er im Rahmen der „Noblen Gespräche“ nicht nur die Auslöser todbringender Epidemien, sondern nahm das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Mikrobe in den Blick. Kaufmann zeigte mit eindrücklichen Vergleichen, dass im menschlichen Körper mehr mikrobielle Zellen leben als Menschen auf dem gesamten Globus und um ein Vielfaches mehr als menschliche Zellen. Dabei können Mikroben als Freund oder Feind agieren, so der weltweit gefragte Tuberkulose-Experte. Neben einem spannenden Überblick zur aktuellen Forschung, verblüffte er mit den Erkenntnissen, dass zahlreiche Krebserkrankungen und auch Adiposita mit Infektionen in unmittelbarer Verbindung stehen. Das Mikrobiom beeinflusst viele Prozesse aber auch wir beeinflussen mit unserem Lebensstil unser Mikrobiom, wie Kaufmann unterhaltsam erläuterte. Aufgrund der Komplexität, die verstanden werden muss um Seuchen nachhaltig zu bekämpfen, ist eine enge Verknüpfung der Forschungsbereiche nötig. Da war Kaufmann ganz richtig am Beutenberg. Mit einer herzlichen Einladung zur engeren Kooperation überreichte der Vorsitzende des Beutenberg-Campus e.V., Prof. Dr. Boland, zum Abschluss der Veranstaltung das Jena Buch vom Schützeverlag. Darin könne sich Kaufmann über die traditionsreiche Verbindung des Beutenbergs mit der Mikrobiologie- und Immunologie-Forschung informieren, empfahl der Direktor des Max-Planck Instituts für Chemische Ökologie dem Gast aus der Hauptstadt.

Smart Beach Tour

(Jena, 14.6.2015) Was für eine Beachvolleyball-Premiere in Jena! Das Team Valentin Begemann/Lorenz Schümann setzte sich heute Nachmittag im Finale in zwei Sätzen mit 21:16 und 25:23 gegen Paul Becker/Jan Romund nach mehreren abgewehrten Matchbällen durch. Der fight der Frauen war sogar noch spannender. Melanie Gernert/Anika Krebs bezwangen in drei Final-Sätzen das Duo Florentina Büttner/Valeria Fedosova (21:12, 18:21 und 11:15). Volle Ränge verwandelten den Marktplatz in Jena bei besten Bedingungen zu einem Centercourt mit einer Traum-Atmosphäre. Insgesamt 29.000 Zuschauer zählten die Veranstalter während des dreitägigen Wettbewerbs. Jena bewarb sich mit einem Video für die Austragung der smart beach tour, welche zu den drei weltweit bedeutendsten nationalen Beachvolleyball Serien gehört und von Sky übertragen wird. Bürgermeister Frank Schenker überreichte bei der Siegerehrung den Teams „Jena-Bücher“ vom Schützeverlag. Diese werden für die Spieler eine schöne Erinnerung an ihren tollen Erfolg in Jena sein.

Beitrag JenaTV